LinkedIn verzeichnet weltweit über eine halbe Milliarde registrierte Konten und wächst weiterhin rasant. Doch nutzen die Millennials, die bald die größte Gruppe der Erwerbstätigen weltweit bilden werden, die Möglichkeiten dieser Plattform, die eigentlich für Berufstätige konzipiert wurde?
Laut Pew Researchnutzen über 90 % der Amerikaner zwischen 18 und 29 Jahren soziale Medien. Um die Besten und Klügsten der Welt kennenzulernen, muss man sie auf ihren Social-Media-Plattformen treffen. LinkedIn hat sich als zentrale Anlaufstelle für die Karrieresuche und das berufliche Networking etabliert. Laut LinkedIn sind jedoch rund 38 % der Nutzer Millennials. Das sind über 250 Millionen Menschen, die sich mit anderen Fachkräften vernetzen möchten. Auch wenn diese Zahl beeindruckend erscheint, übertrifft die Anzahl der Accounts auf anderen sozialen Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram die von LinkedIn um Millionen. Aufgrund des hohen Anteils älterer Nutzer wirkt LinkedIn wie die angestaubte, altmodische Plattform der Geschäftswelt. Es fehlt ihr der Schwung von Twitter und Instagram und die enorme Werbereichweite von Facebook.
LinkedIn ist auch ein Ort, an dem die aktuell Erfolgreichen zusammenarbeiten. Laut Sprout Socialverdient fast die Hälfte der Nutzer mehr als 75.000 US-Dollar im Jahr. Da das durchschnittliche Gehalt von Millennials bei etwa 35.000 US-Dollar liegt, ist klar, dass diese Generation LinkedIn als Sprungbrett für den beruflichen Aufstieg nutzen möchte. Die Plattform ist zudem international ausgerichtet: Über 70 % der Nutzer leben außerhalb der USA. Wenn Sie also als Unternehmen Millennials in Europa oder Asien einstellen möchten, ist LinkedIn auf diesen Kontinenten ein deutlich stärker frequentiertes Netzwerk.
Es scheint also, dass Millennials LinkedIn durchaus nutzen, wenn auch vielleicht nicht so schnell wie Facebook oder Instagram. Die LinkedIn-Nutzer sind eindeutig karriereorientiert, haben aber noch nicht den Sprung in lukrativere Jobs geschafft. Da LinkedIn jedes Jahr mehr für bessere Auffindbarkeit und Interaktion tut, dürfte sich die Plattform zu einem stärker sozialen Raum entwickeln, in dem neben Lebensläufen auch Informationen über aktuelle Ereignisse ausgetauscht werden. Genau das muss LinkedIn beibehalten, um die Generation Z in den nächsten Jahren, wenn diese ins Berufsleben eintritt, für sich zu gewinnen. Mehr Videos, mehr GIFs und mehr Interaktion mit Meinungsführern, mit denen sich jüngere Nutzer gerne austauschen.