Google hat seit Anfang 2020 zwei größere Core-Updates veröffentlicht. Diese wichtigen Neuerungen wurden im Januar bzw. Mai eingeführt, um Nutzern relevantere Suchergebnisse und bessere Platzierungen zu ermöglichen. Webseiten bemerken nach jedem Update eine Veränderung ihrer Platzierungen (insbesondere in den ersten Tagen). Beide Core-Updates waren global und nicht auf bestimmte Regionen, Sprachen oder Kategorien beschränkt.
Hier ist eine Zusammenfassung einiger Änderungen, die Ihnen dank dieser Funktionen auffallen könnten:
–COVID-19: Dieses Update scheint die COVID-19-Krise bei der Definition der Suchmethoden berücksichtigt zu haben. Der neue Algorithmus zielt auf die „Suchintention des Nutzers“ ab, d. h. er soll die Suchergebnisseite (SERP) relevanter gestalten, indem er den Inhalt der Webseiten und die Suchintention des Nutzers auswertet.
Dies ist wichtig, da die meisten Menschen derzeit nach Informationen zu COVID-19 suchen. Um Gesundheitsorganisationen dabei zu unterstützen, ihre Informationen besser zugänglich zu machen, wurde außerdem eine Google-Suchgruppe zu COVID-19 eingerichtet. Google ermöglichte es Veranstaltern zudem, den Status ihrer Veranstaltung mithilfe einer Schema.org-Eigenschaft für Ereignisstatus auf „abgesagt“, „verschoben“ oder „neu terminiert“ zu aktualisieren.
–Ein neuer Bericht für die Google Search Console: Nutzer können nun einen separaten Bericht abrufen, der Website-Betreibern Aufschluss über die Leistung ihrer Website auf Basis der Web Vitals gibt (dazu gehören Seitenladegeschwindigkeit, Seiteninteraktivität, visuelle Stabilität usw.).
–Höhere Volatilitätsraten: Das neue Update führte zu einer Volatilitätsrate von fast 9 bis 9,4 Punkten. Aufgrund der Pandemie und des zeitgleichen Updates erlitten Branchen wie Reise, Tourismus und Veranstaltungswirtschaft zunächst einen Einbruch in ihren Rankings.
–Inhalt ist entscheidend: Laut Googles Webmaster Central Blog ist der Inhalt weiterhin ein Schlüsselfaktor für Relevanz und Ranking. Originelle, analytische, gut recherchierte und umfassende Inhalte, denen man ohne störende Werbung vertrauen kann, werden in den Suchergebnissen ganz oben stehen.
Das Update wird auch weiterhin sicherstellen, dass die Bewerter die EAT-Kriterien (Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit) zur Beurteilung von Webseiten verwenden und Webmaster ihre Inhalte entsprechend anpassen müssen.
–Nofollow-Links als Hinweise: Google kündigte im März 2020 an, dass Nofollow-Links künftig als Hinweis darauf gelten, jegliche Informationen dieser Links bei der Bewertung von Websites auszuschließen. Jedem Nofollow-Link können nun unterschiedliche Informationen zugeordnet werden. Um die Bedeutung von Nofollow-Links auf Ihrer Website besser zu verstehen, veröffentlichte der Suchmaschinenriese drei neue Attribute, die die Unterschiede zwischen gesponserten Inhalten, nutzergenerierten Inhalten (UGC) und Nofollow-Links verdeutlichen:
rel="sponsored": Zur Verwendung für Links auf Ihrer Website, die „Teil von Werbung, Sponsoring oder anderen Vergütungsvereinbarungen“ sind
rel="ugc": zu verwenden für Links in nutzergenerierten Inhalten, wie z. B. Kommentaren und Forenbeiträgen
Während Google seinen Algorithmus ständig aktualisiert, bleibt das Unternehmen in seinen Transparenzprinzipien konsequent, indem es an der Idee festhält, jedem Nutzer die relevantesten Suchergebnisse zu präsentieren.