Denken Sie, Kinderwebseiten bestehen nur aus bunten Farben und Comicfiguren? Weit gefehlt! Die Gestaltung von Webseiten für Kinder erfordert Fingerspitzengefühl. Wie gestaltet man eine WordPress -Seite unterhaltsam und ansprechend und gleichzeitig sicher? Die Lösung: eine COPPA-konforme Webseite, die alle Sicherheitsbestimmungen erfüllt.
Der COPPA ( Children's Online Privacy Protection Act) legt Regeln für Websites fest, die sich an Kinder unter 13 Jahren richten. Es handelt sich dabei nicht nur um eine formale Anforderung, sondern um einen Leitfaden für die Erstellung besserer Websites.
Sie möchten eine Website erstellen, die Kinder lieben und der Eltern vertrauen? Lesen Sie diesen Artikel, in dem wir untersuchen, was eine großartige Kinderwebsite ausmacht und wie COPPA Ihnen dabei hilft.
Ein Überblick über COPPA
COPPA steht für „Children’s Online Privacy and Protection Act“ (Gesetz zum Schutz der Online-Privatsphäre von Kindern). Wie der Name schon sagt, schützt dieses Gesetz speziell die persönlichen Daten von Kindern unter 13 Jahren und regelt deren Erfassung durch Apps, Websites und andere Online-Plattformen. COPPA wurde erstmals 1998 verabschiedet, trat im Jahr 2000 in Kraft und wurde 2013 in einer geänderten Fassung veröffentlicht und angewendet. Verstöße gegen die Bestimmungen können mit Geldstrafen von bis zu 43.280 US-Dollar pro Verstoß geahndet werden.
Wichtigste Anforderungen an Website-Betreiber

Laut der Federal Trade Commission müssen die von der Regelung erfassten Betreiber die folgenden Anforderungen erfüllen:
Veröffentlichen Sie eine Datenschutzerklärung
Bei der Gestaltung und Entwicklung einer COPPA-konformen Website muss eine klare und umfassende Online-Datenschutzrichtlinie enthalten sein, die die Vorgehensweise bei der Erhebung personenbezogener Daten von Kindern darlegt.
Schauen Sie sich unsere Beispiele als Referenz an.
Hinweis und Einwilligung der Eltern
Betreiber sind verpflichtet, die Eltern direkt zu benachrichtigen und eine nachweisbare elterliche Einwilligung einzuholen, bevor sie personenbezogene Daten von Kindern erheben, mit einigen wenigen Ausnahmen.
Haben Sie schon Ideen, um eine Website für Kinder zu starten?
Als Erstes sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle notwendigen Protokolle einhalten! Oder lassen Sie unser Entwicklerteam das Design übernehmen, damit Sie keine Probleme bekommen.
Elterliche Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Informationsnutzung
Wenn Sie eine COPPA-konforme Website entwickeln, müssen Eltern die Möglichkeit haben, der Erfassung und internen Nutzung der Daten ihres Kindes zuzustimmen und gleichzeitig deren Weitergabe an Dritte zu untersagen. Ist die Weitergabe für den Betrieb der Website unerlässlich, muss dies den Eltern klar und deutlich mitgeteilt werden.
Zugang der Eltern zu Informationen
Eltern sollten die Möglichkeit haben, auf die persönlichen Daten ihres Kindes zuzugreifen, um diese einzusehen und/oder deren Löschung zu beantragen.
Beachten Sie auch diesen wichtigen Leitfaden zur Barrierefreiheit: WordPress-Leitfaden: Einhaltung der WCAG-Standards
Verhinderung weiterer Datenerhebung
Eltern müssen die Möglichkeit haben, die weitere Verwendung oder Erfassung der personenbezogenen Daten ihres Kindes zu verhindern.
Datenvertraulichkeit und -sicherheit

Die Betreiber müssen die Vertraulichkeit, Sicherheit und Integrität der von Kindern erhobenen Daten gewährleisten. Es sollten angemessene Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass diese Daten nur an Parteien weitergegeben werden, die deren Vertraulichkeit und Sicherheit gewährleisten können.
Nutzen Sie dies zum Überprüfen: WordPress-Schwachstellenscanner online
Datenaufbewahrung und -löschung
Personenbezogene Daten von Kindern dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie es zur Erfüllung des Zwecks, zu dem sie erhoben wurden, erforderlich ist. Betreiber müssen angemessene Maßnahmen ergreifen, um unbefugten Zugriff oder Missbrauch der Daten beim Löschen zu verhindern.
Einschränkung der Datenerfassung
Die Teilnahme von Kindern an Online-Aktivitäten sollte nicht davon abhängig gemacht werden, dass sie mehr persönliche Informationen angeben, als für die Teilnahme unbedingt erforderlich sind.
Siehe auch: Leitfaden zur Seitenladezeitoptimierung für WordPress
Verständnis von personenbezogenen Daten oder persönlich identifizierbaren Informationen (PII)
Bei der Gestaltung und Entwicklung einer COPPA-konformen Website werden zahlreiche Daten als personenbezogene Daten oder persönlich identifizierbare Informationen (PII) eingestuft.

Dies umfasst:
- Vor- und Nachname;
- Wohnadresse oder sonstige physische Adresse, einschließlich Straßenname und Ortsname;
- Online-Kontaktinformationen;
- Ein Bildschirm- oder Benutzername, der als Online-Kontaktinformation dient;
- Telefonnummer;
- Sozialversicherungsnummer;
- Dauerhafter Identifikator, der einen Benutzer über die Zeit und über verschiedene Websites oder Online-Dienste hinweg erkennen kann;
- Eine Foto-, Video- oder Audiodatei, die das Bild oder die Stimme eines Kindes enthält;
- Geolokalisierungsinformationen, die ausreichen, um Straßennamen und Ortsnamen zu identifizieren;
- Informationen über das Kind oder die Eltern des Kindes, die der Betreiber online vom Kind sammelt und mit einer oben beschriebenen Kennung kombiniert.
Lesen Sie auch: ADA.com –ADA-Konformität für WordPress: So gestalten Sie Ihre Website konform
Nachweisbare elterliche Einwilligung
Wichtig ist auch, dass vor der Erhebung jeglicher personenbezogener Daten im oben definierten Sinne eine nachweisbare Einwilligung der Eltern eingeholt werden muss.
Dies bedeutet, dass selbst die Veröffentlichung des Benutzernamens eines Kindes in einer öffentlichen Rangliste zusammen mit dessen Highscore einen Verstoß gegen COPPA darstellen kann, wenn keine ordnungsgemäße Einwilligung eingeholt wird.
Wichtige Überlegungen für die Entwicklung von COPPA-konformen Websites
Vorbei sind die Zeiten, in denen Webseiten bedenkenlos Daten von Kindern sammeln konnten. Wenn Sie heute eine Webseite für Kinder unter 13 Jahren erstellen, ist die Einhaltung des COPPA-Gesetzes nicht nur wünschenswert, sondern unerlässlich. Warum? Eine COPPA-konforme Webseite schützt die Privatsphäre der Kinder und bewahrt Ihr Unternehmen vor rechtlichen Problemen. Außerdem vertrauen Eltern eher einer Webseite, die Datenschutz ernst nimmt, und lassen ihre Kinder diese nutzen.
Erstellen Sie eine klare, leicht auffindbare Datenschutzerklärung, die Eltern auch wirklich verstehen können
Ihre Datenschutzerklärung ist wie ein Vertrag mit den Eltern. Gehen Sie sorgsam damit um. Platzieren Sie sie gut sichtbar. Wenn Sie eine COPPA-konforme Website gestalten und entwickeln müssen, verfassen Sie sie in einfacher Sprache – ohne juristisches Fachchinesisch. Erklären Sie, wie Sie die Daten von Kindern erfassen und verwenden. Vergessen Sie nicht, die Rechte der Eltern klar darzulegen. Sie sollten wissen, dass sie die Daten ihres Kindes einsehen, löschen oder der Erfassung widersprechen können.
Weiterlesen: HIPAA-Konformität im E-Commerce: Alles, was Sie wissen müssen
Informieren Sie die Eltern, bevor Sie irgendwelche Informationen sammeln
Bei der Entwicklung einer COPPA-konformen Website ist die heimliche Datenerhebung strengstens untersagt. Bevor Sie ein Kind nach persönlichen Daten fragen, informieren Sie dessen Eltern. Senden Sie ihnen eine direkte Mitteilung. Halten Sie es einfach: Erklären Sie, welche Informationen Sie benötigen und warum. Erläutern Sie, wie die Eltern zustimmen (oder ablehnen) können. Und stellen Sie klar: Wenn die Eltern nicht zustimmen, werden Sie keine Daten erheben. Punkt.
Holen Sie sich eine echte, nachweisbare Einwilligung der Eltern (und stellen Sie sicher, dass sie tatsächlich von den Eltern stammt)
Die Zustimmung der Eltern ist unerlässlich. Doch wie können Sie sicher sein, dass diese Zustimmung tatsächlich von den Eltern stammt? Für die Gestaltung und Entwicklung einer COPPA-konformen Website stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. Nutzen Sie ein Formular, richten Sie eine gebührenfreie Telefonnummer ein oder bitten Sie um eine Kopie des Personalausweises. Manche Websites verwenden sogar Videoanrufe oder Zahlungssysteme zur Verifizierung. Wählen Sie die Methode, die am besten zu Ihrer Website und Ihren Nutzern passt.
Schützen Sie die Daten Ihrer Kinder (Digitale Ausgabe)

Behandeln Sie die Daten eines Kindes wie einen Schatz. Schützen Sie sie. Geben Sie sie nur an Personen weiter, die sie unbedingt benötigen und sicher aufbewahren können. Und speichern Sie sie nicht ewig. Sobald Sie die Daten nicht mehr benötigen, löschen Sie sie sicher. Betrachten Sie es als Frühjahrsputz für Ihre Server.
Wussten Sie?
Wie erstelle ich ein WordPress-Kundenportal für meine Agentur?
Gestalten Sie Ihre App-Store-Einträge hinsichtlich Kinderfreundlichkeit absolut eindeutig
Wenn Sie nach der Entwicklung einer COPPA-konformen Website eine App veröffentlichen möchten, wollen sowohl Apple als auch Google wissen, ob diese für Kinder gedacht ist. Für kinderfreundliche Apps gelten spezielle Regeln: Keine verhaltensbasierte Werbung, nur altersgerechte Inhalte. Möglicherweise müssen Sie Altersgruppen wie 0–5, 6–8 und 9–11 Jahre angeben. Offenheit bezüglich der Zielgruppe Ihrer App hilft allen Beteiligten – App-Stores, Eltern und Ihnen selbst.
Geben Sie Eltern die Möglichkeit, die Daten ihrer Kinder einzusehen und zu löschen

Eltern sollten die Kontrolle über die Daten ihrer Kinder haben. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, die gespeicherten Daten einzusehen. Erlauben Sie ihnen, diese zu löschen, wenn sie es wünschen. Und wenn sie „keine weiteren Daten mehr“ sagen, respektieren Sie das. Sammeln Sie keine neuen Daten mehr und löschen Sie die bereits vorhandenen. Es geht darum, den Eltern die Kontrolle zu geben.
Lesen Sie auch diesen WordPress-Leitfaden: Der beste Leitfaden zur Markenanmeldung in den USA
Abschließende Gedanken: Risiken der Nichteinhaltung des COPPA
Abschließend möchten wir einen entscheidenden Aspekt für die Gestaltung und Entwicklung einer COPPA-konformen Website hervorheben, der oft übersehen wird: die Risiken der Nichteinhaltung. Wir haben zwar bereits erläutert, wie man eine COPPA-freundliche Website erstellt, doch ist es ebenso wichtig zu verstehen, welche Konsequenzen dies haben kann.
Die Finanzielle Folgen: FTC meint es ernst. Die Strafen können bis zu 43.280 US-Dollar pro Verstoß betragen. Jedes betroffene Kind? Das ist ein separater Verstoß. Rechnen Sie selbst: Die Daten von 100 Kindern, die falsch behandelt wurden, ergeben eine potenzielle Strafe von 4.328.000 US-Dollar. Autsch!
Gerüchte Absturz des Rufs: verbreiten sich rasend schnell. Ein einziger Datenschutzverstoß kann Eltern in Panik versetzen. Sie werden es anderen Eltern erzählen. Ihre Website? Dann wird sie zur Website, die man meiden sollte.
⚖️ Rechtlicher Albtraum: Stehen die Aufsichtsbehörden vor Ihrer Tür? Haben Sie Ihre Anwälte in der Kurzwahl? Drohen Klagen? Verabschieden Sie sich von Ihrer Ruhe und begrüßen Sie schlaflose Nächte.
Teamprobleme : Auch Ihre Mitarbeiter sind nicht immun. Entwickler, Designer, Marketingfachleute – sie alle könnten persönliche Konsequenzen zu befürchten haben. Das macht sich in keinem Lebenslauf gut.
App -Store-Exil: Apple und Google gehen hart gegen COPPA-Verletzer vor. Ein Fehltritt, und schon ist Ihre App aus ihren Stores verschwunden. Viel Glück beim Wiederaufstehen!
Vertrauensbruch : Das ist der springende Punkt. Kinder und Eltern vertrauen Ihnen. Dieses Vertrauen zu missbrauchen? Das ist nicht nur geschäftsschädigend, sondern auch ethisch verwerflich.
Die COPPA-Richtlinien zu umgehen mag verlockend erscheinen, doch die Risiken überwiegen die kurzfristigen Vorteile bei Weitem. Bauen Sie Ihre Website sorgfältig auf, sorgen Sie für Sicherheit und erleben Sie, wie sie zu einer beliebten Anlaufstelle für Kinder und einer vertrauenswürdigen Informationsquelle für Eltern wird. Das ist der wahre Erfolg im Bereich der Kinderwebsites.